Erklärung zu den Gesprächen zw. Bauzug 3YG, Deutscher Bahn und Stadt

Die Ateliergemeinschaft „Bauzug 3YG“ hat sich am heutigen Freitag zu Gesprächen mit der Deutschen Bahn und der Stadt Stuttgart getroffen, mit dem Ziel, Lösungsansätze für ein mögliches Nachfolgeprojekt und einen Zeitplan für einen geordneten Rückzug vom jetzigen Standort auszuarbeiten. Wir begrüßen die konstruktive Atmosphäre während der Gespräche und das positive Zusammenspiel aller Akteure von Bahn und Stadt. Der heute von der Deutschen Bahn und Stadt Stuttgart vorgeschlagene Zeitplan, welcher die Räumung des Geländes bis Ende Februar vorsieht, stellt die Künstler und Künstlerinnen des Bauzugs vor eine große Herausforderung. Von entscheidender Bedeutung für die Machbarkeit des Vorhabens ist einerseits das Vorhandensein eines geeigneten Ersatzobjektes und andererseits die Bereitschaft zu aktiver logistischer, materieller und finanzieller Unterstützung von Seiten unserer Verhandlungspartner.

Mit der Brachfläche auf dem Gelände einer ehemaligen Zuckerfabrik in Stuttgart-Münster hat die Stadt ein mögliches Angebot ins Spiel gebracht, dessen Qualitäten in den nächsten Tagen eingehend von uns geprüft werden. Im Kern sieht der Vorschlag eine Umsiedlung der Waggons zum potentiellen neuen Standort vor. Unserer Ansicht nach ist es derzeit jedoch zu früh, von einer Zukunftslösung zu sprechen. Bisher ist nicht geklärt ob und wie das bisherige Atelier- und Veranstaltungskonzept beispielsweise mit der schlechten Erreichbarkeit und anderen Besonderheiten des Geländes in Einklang zu bringen ist. Deshalb sind wir parallel aktiv auf der Suche nach Alternativen. Dabei beschränken wir uns nicht auf eine Sondierung möglicher Stellplätze für unsere Waggons. Beispielsweise ist der Bezug leerstehender Immobilien oder die Umsetzung container-architektonischer Konzepte auf Brachflächen für uns genauso vorstellbar. Im Vordergrund steht für uns nicht die Beschaffenheit der Räumlichkeiten, sondern die Gegebenheiten in Bezug auf die künstlerischen Arbeitsmöglichkeiten und die Durchführung von Veranstaltungen. Anregungen und Hinweise diesbezüglich werden von der Ateliergemeinschaft dankbar aufgenommen. Bei fortführenden Gesprächen Ende nächster Woche werden wir die Ergebnisse unserer Bemühungen präsentieren und hoffen hierbei auf einen weiterhin fruchtbaren und zielgerichteten Dialog mit Bahn und Stadt.

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Pressemitteilung

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4 Antworten zu “Erklärung zu den Gesprächen zw. Bauzug 3YG, Deutscher Bahn und Stadt

  1. Pingback: Aktuelle Informationen zur Situation der Ateliergemeinschaft „Bauzug 3YG“ / Waggons am Nordbahnhof « second take

  2. hey! lasst euch nicht auf die „Schönplanung“ seitens der Stadt und der DeutschenBahn ein. Der gewachsene, kreative Boden kann nicht einfach abgetragen werden und marktstrategisch umgesiedelt. Da geht meiner Meinung nach viel an Atmosphäre kaputt die eine Subkultur zum Leben und zum gesellschaftlichem Wandel braucht. Denkt daran das die Planung der Seite Stadt/DB immer mit Gewinn verbunden ist und es ihnen fremd ist worauf Kultur wächst. Ich denke ihr wisst was ich meine. Werdet kein „Vorzeigeprojekt“ für kommende Zeiten der marktstrategischen Planer in unserem Lande. Dran Bleiben und Oben Bleiben!!!! norbertsyl

  3. Ich kann euch gar nicht deutlich genug sagen wie mich dieser kommerzdreck, der in dieser Stadt das sagen hat ankotzt … ich hasse den Gedanken daran noch mehr Warangas und beebars auf meinen nächtlichen Streifzügen begegnen zu müssen -> soviel ist klar.

    Ich finde es eine bodenlose respektlosigkeit, dass man euch erst wohl bis ende juni zusagt und dann plötzlich ne räumungsklage aufgefahren wird mit einer so knappen Frist, dass eine gesunde Umorientierung der Künstler und Institutionen völlig unmöglich macht.
    Hier wird wie ich finde sehr deutlich wieviel Wert die Stadt bzw. deren verschandelnde Verschandelungsorgane auf die für mich so überlebenswichtige vielfältige Kultur wie ich Sie vor allem an den Waggons vorfinde.
    Mir wird schlecht bei der Vorstellung.

    Deshalb, ohne jetzt hier den grossen resignierer raushängen zu wollen, bitte ich euch das Angebot von den Affen mit dem Südzückergelände gut anzuschauen.
    Ich finde ein Vorteil hätte die schlechter erreichbare Lage, nämlich dass bei euren besten Veranstaltungen der Stadt nicht mehr soviele Affen kommen.
    Ein Problem dass Ihr an den Waggons in der Vergangenheit immer öfter hattet.
    Naja ansonsten wünsche ich das für ansässigen Künstler und geliebte Freunde von mir viel Erfolg beim Verhandeln mit diesen respektlosen Affen der Stadt/Bahnverwaltung.
    Wenn Ihr wirklich vor dem Juni die Zelten brechen müsstet – würde ich dem Verantwortlichen bitte direkt in sein verschissenes Gesicht kotzen würde – ja genau – und wenn einer von euch verkackten Stadt/Bahnverwalter das liest und dieses W-Projekt immer noch nicht respektiert – dann sage ich genau dir jetzt in dem moment dass ich dir total gerne über deinen geschleckten widerlichen Schädel kotzen würde -> total gern!

    so long
    lang lebe Hammersmith
    tschüssle

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