Gedanke:

Kultur im Containerformat
Ausgangspunkt unserer Überlegungen war der Wunsch nach Erhaltung der geschaffenen Räume, bei gleichzeitiger höherer Flexibilität. Dem steht der Irrtum bezüglich der Mobilität von alten Atelierwaggons gegenüber, die sich zwar prinzipiell bewegen lassen, deren Transport jedoch teuer oder baurechtlich kritisch ist. Die Frage nach einer mobilen Architektur ist nicht neu.
Aktuell ist die Wahrnehmung diesbezüglich von der sogenannten Container-Architektur geprägt, welche vielseitige Möglichkeiten für unterschiedlichste Belange bietet. Mit ISO-genormten Containern sind vergleichsweise kostengünstige, wirtschaftliche, ökologische und baurechtlich weitgehend unproblematische Bauweisen zu realisieren. Vor allem aber würde die Verlagerung der Ateliers und Veranstaltungsflächen aus den Waggons in Container eine gesteigerte Flexibilität in Bezug auf Mietvertragslaufzeiten gewährleisten.
Wieso ISO?
Die Weiterentwicklung zu einer mobilen Container-Ateliergemeinschaft vereint somit einerseits konservative Gesichtspunkte im Sinne der Erhaltung geschaffener Werte. Andererseits erfüllt sie den Anspruch, innovativen Herausforderungen wie der Auseinandersetzung mit niveauvoller, sozialverträglicher Architektur, designorientierten Umsetzungen und der Möglichkeit, einem facettenreichen Kulturbetrieb zu bewerkstelligen, gerecht zu werden.
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Möglicher Standort: Güterbahnhof Bad Cannstatt

Quelle: http://www.openstreetmap.org
Unsere Sondierungen und Anfragen zum Güterbahnhof wurden in den letzten Wochen wiederholt mit dem Verweis auf einen potentiellen, baldigen Baustart und die geplante Verlegung der Benz-Straße abgeschmettert. Die möglichen Mietzeiträume von maximal zwei Jahren am alten Güterbahnhof haben uns in unseren Überlegungen bisher insofern abgeschreckt, dass man den teuren Transport alter, oder den Ausbau neuer Waggons als nicht verhältnismäßig betrachten musste.
Im Zusammenhang mit dem geschilderten mobilen Container-Konzept sind aber auch am Güterbahnhof Möglichkeiten und Wege zu denkbar, die dem Bauzug ein Vorankommen ermöglicht, ohne für die Stadt (in Hinsicht auf Planungsverfahren) eine Verzögerungsgefahr darzustellen. Eine Mietvertragslaufzeit von zwei Jahren, ist im Kontext von Container-Architektur-Modellen vorstellbar. Nach Ablauf der Anlaufphase wäre für die Container-Ateliergemeinschaft ein Umzug innerhalb oder außerhalb des Areals denkbar, da Kosten und Aufwand hierbei überschaubar bleiben.
Die Tatsache, dass Flächen auf dem Areal des alten Güterbahnhofs noch bis 2017 vermietet sind, lässt darauf
schließen, dass bestimmte Flächen auch längerfristig verfügbar sein könnten. Das Flächenangebot ist groß. Der Verlegung der Benz-Straße auszuweichen, dürfte grundsätzlich kein unbezwingbares Hindernis darstellen.
Ideale Umgebung am Güterbahnhof

Die Ansiedlung der Container-Ateliergemeinschaft wird im Falle eines Umzugs an den Güterbahnhof das Viertel kulturell und sozial bereichern.
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Projektskizze
Erschließung des Geländes
Die Geländeerschließung am alten Güterbahnhof in Bad Cannstatt dürfte sich im Vergleich zum Zuckerareal als wesentlich kostengünstiger, schneller und unkomplizierter erweisen. Es werden keine kostenaufwendigen, artenschutzrechtliche Maßnahmen nötig sein. Auf teure Wege kann durch die bereits versiegelten Flächen ebenfalls verzichtet werden und der eingeplante Erdwall wird durch veränderte Gegebenheiten hinfällig.
Notwendige
Maßnahmen:
-Wasser / Abwasser
-Strom
-evtl. Telefonleitung
-evtl. Umzäunung und Absperrung zu Gefahrenbereichen
Die weitaus geringeren Kosten können erst in Zusammenarbeit mit Stadt und Liegenschaftsamt ermittelt werden.
Geländegröße und mögliche Position
Die Größe des zu mietenden Geländes könnte sich Schrittweise in drei Phasen aufteilen. Die veranschaulichten Varianten sind lediglich positionsunabhängige Modelle. Am Güterbahnhof kommen unterschiedliche Flächen in Frage. Die von uns favorisierte Fläche liegt am süd-östlichen Zipfel des Güterbahnhofareals in Bad-Cannstatt.
Phase A: Die Aufbauphase
Es werden ca. 1000m² für die Grundmodule und eine angemessene Aussenfläche für Arbeiten, Rangieren und Experimentieren benötigt.

Phase B: Die Ausbauphase.
Die Grundmodule sind ausgebaut, das Projekt ist handlungsfähig und bereit, sich auf den Ausbau der Atelierwerkstätten zu konzentrieren. Hierfür werden dann unter Umständen sukzessive weitere Flächen benötigt.

Phase C: Die Inbetriebnahme des kulturellen Betriebs

Die Ateliergemeinschaft ist wieder zu einem handlungs- und leistungsfähigem Konglomerat herangewachsen und kann sich voll und ganz auf den künstlerischen und kulturellen Betrieb konzentrieren. Die Anzahl angesiedelter Ateliers ist deutlich gestiegen. Es können wieder Theater und Zirkusveranstaltungen stattfindent, Workshop- und Gemeinschaftsprojekte werden abgehalten, Lesungen, Performance, Konzerte, Filmvorführungen und Seminare können stattfinden. In dieser Phase sehen wir uns im Stande eine deutlich größere Fläche zu bespielen und nutzen.
Plädoyer + Konzept als .pdf herunterladen: Link
Beispiele von Containerarchitektur


http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/a/af/Container_City2.jpg
Quelle:
http://upload.wikimedia.orgwikipedia/commons/a/af/Container_City2.jpg
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